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Sicht von Unten

Von Transport & der Angst, nicht anzukommen

Von
am
25. Juni 2018

Die Haupthalle eines Bahnhofs einer kleinen Stadt. Mit zügigen Schritten schiebe ich mich durch die Menge und die Treppen in den kleinen Tunnel hinunter, welcher die unterschiedlichen Gleise verbindet. Ich merke, dass ich nicht zu spät komme und atme erleichtert aus. Der Bahnsteig ist fast leer und ich nutze die Zeit vor der Einfahrt des Zuges, um etwas zu ruhe zu kommen. Plötzlich trifft mich das Gefühl etwas vergessen zu haben. Auf einen Schlag wird es mir klar: Mein Rucksack – er fehlt.
Da ist es wieder: Das Gefühl der Panik. Was soll ich tun. Schaffe ich es noch ihn einzusammeln und dennoch meinen Zug zu erwischen? Ist es wichtiger von hier los zu kommen und meinen Rucksack zurück zu lassen? Meine Beine tragen mich schwerfällig in Richtung der Treppen zurück. Obwohl ich renne fühlt es sich an, als würde ich auf der Stelle treten. „Warum trägst du eigentlich immer deinen Rucksack mit dir herum?“, die Stimme eines Mannes reisst mich aus meinen Gedanken. Als ich mich zu der Person umdrehe, um zu antworten erkenne ich ihn als eine Autoritätsperson. „Hast du nicht deinen Kram zum arbeiten dabei?“, rechtfertige ich mich. Er grinst nur. Der Gedanke meinen Rucksack vergessen zu haben schwindet und ich kann das Gewicht seiner Träger auf meinen Schultern spüren. Die Panik verfliegt. Was bleibt ist ein Gefühl der Unterwürfigkeit gegenüber des Mannes und das Bedürfnis ihm etwas Recht machen zu müssen.

Der Zug fährt ein. Wir beide steigen zu. Er und ich sprechen über Dinge – belangloses – und setzen uns auf Sitze direkt an einer der Zugtüren. Die Reise beginnt und ich spüre den Fahrtwind, der durch die offenen Fenster des Wagons zischt, in meinem Gesicht. Mein Gegenüber öffnet die Tür, die sich neben uns befindet und lehnt sich mit dem Oberkörper aus dem fahrenden Zug. „Meinst du das ist sicher?“, frage ich ihn tadelnd.
Er wirft mir einen lächelnden Blick zu: „Wovor hast du eigentlich Angst?“

Die Sicht von Unten

Transport spielt oft eine wichtige Rolle in meinen Träumen. Diese stellt sich oft in der Form von Zügen oder einer U-Bahn dar (auch wenn es in diesem Beispiel ein Bus war). Ich denke primär darum, weil diese meine üblichen Transportmittel geworden sind. Die Varianten in meinen Träumen haben aber oft einen futuristischen Touch. Sie sind eher eine Art Schwebebahnen oder haben eine andere fantastische Eigenschaft.
In seltenen Fällen übernehme ich die Kontrolle eines Autos. Oftmals habe ich dabei aber nicht das Gefühl die Kontrolle über das Fahrzeug zu haben, komme von der Fahrbahn ab oder es kommt zu einem Unfall.

Ich habe dabei immer ein Ziel. Mir ist nicht immer klar welches Ziel es ist (oft ist es ein undefiniertes „nach Hause“) – aber das Gefühl, irgendwo in einer gewissen Zeit ankommen zu müssen, ist stets präsent. Oft steht dies in Zusammenhang mit einer Art Zeitdruck. Ich fühle Stress und Verzweiflung über das Verpassen von Anschlüssen. Es ist ein wenig wie bei Alice im Wunderland. „Ich komme doch zu spät, ich habe keine Zeit.“

Vielleicht liegt es daran, dass ich eigentlich ein relativ pünktlicher Mensch bin, der gerade die Reise von A nach B präzise plant. Ich habe aber auch gelesen, dass mein Hirn mich darauf hinweisen will, dass ich Angst habe eine Gelegenheit zu verpassen. Das würde bildlich für mich Sinn ergeben. Allerdings ist mir nicht klar, auf welche Gelegenheit mein Unterbewusstsein hinweisen will. (Wenn mir das klar wäre, würde ich wohl davon nicht träumen).

Der oben beschriebene Traum war nicht der, den ich beschreiben wollte. Aber es war der, den ich direkt vor dem Schreiben dieses Beitrags erlebt hatte. Allerdings war er nicht der Anstoß für dieses Thema. Hier war weniger das Gefühl des „Verpassens“ oder „nicht ankommens“ der entscheidende Punkt, der mir den Traum im Kopf behalten hat, sondern der Umstand, dass sich wieder viele in einem Zug und Bahnhof abgespielt hat. Diese Orte lösen immer mehr andere Umgebungen ab, die früher Szenario-Bausteine meiner Träume waren.
Aber diese sollen ein anderes Mal das Thema sein.

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Mein Name ist Matthias Regge aka. Prinny. Ich schreibe über Videospiele und bizarre Dinge, die sich in meinem Kopf abspielen.

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