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Sicht von Unten

Die Sicht von Unten

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am
19. Juni 2018

Fantasie und Einbildung war immer etwas sehr präsentes in meinem Leben. Als Kind habe ich viele Stunden damit verbracht mit einem Spielzeugschwert durch die Nachbarschaft zu rennen und Abenteuer zu erleben, die sich nur in meinem Kopf abgespielt haben. Abends lag ich im Bett und habe mir Welten und Charaktere ausgemalt, die mich bis Heute begleiten.

Das Futter für meinen Kopf waren Videospiele, Zeichentrick und Realfilme. Ich ließ mich von Strukturen, Orten und Idealen inspirieren, die ich aufgegriffen und verarbeitet habe sobald ich meine Augen geschlossen hatte. Meine eigenen Gedankenwelten bildeten für viele Jahre die Brücke in das Reich der Träume.

Ich war ein Held – ein Kämpfer. Ein Symbol für die Schwachen, mit starken Mitstreitern und einer liebenden Partnerin an seiner Seite. Alles was ich im echten Leben nicht sein konnte.

Noch Heute ziehe ich mich gedanklich in das von mir geschaffene Universum zurück, um meinen Gedanken zu entwirren, den Kopf frei zu bekommen und Ruhe zu finden.
Die Fantasie ist nicht mehr ganz so leistungsstark wie sie in Kinderjahren war. Vielleicht weil im werdenden Alter ein Teil davon auf der Strecke blieb, aber eventuell auch, weil ich mittlerweile viel mehr das sein kann, was ich sein möchte.

Die Sicht von Unten

Trotz meinem starken Fokus auf Fantasiewelten war ich nie ein sehr involvierter Träumer. An und wann bin ich natürlich aufgewacht und wusste was sich in meinem Kopf während des Schlafens abgespielt hatte, allerdings hatte ich nie das Erfahren was ich seit einigen Monaten erlebe.

Träume sind greifbar. Lebensnah. Meist noch fantastisch in ihrer Natur, mit Elementen des Surrealen. Es herrscht teilweise Kontinuität. Orte – teils Erinnerungen, teils Schöpfungen meines Unterbewusstseins – wiederholen sich. Aufwachen wurde immer mehr wie das durchschreiten einer Tür zwischen zwei Räumen als wie das Abschalten eines TV-Programms. Schlaf wurde immer weniger ein Mittel der Erholung. Der Körper findet jede Nacht Ruhe, der Geist immer weniger.

Ich entwickelte ein immer stärkeres Bewusstsein für diesen Umstand. Dinge, die andere als unheimlich beschreiben würden stachelten mein Interesse immer weiter an. Wenn ich durch die Tür zwischen Traum- und Echtwelt gegangen war blieben die Erinnerungen an das, was eben geschehen war. Denn so fühlte es sich an: Es war real.
Die Vernunft weiß natürlich das es nicht so ist.  Dennoch bin ich mittlerweile so weit, dass ich es verstehen mag. Warum tauchen Motive und Orte immer wieder auf? Was bedeuten die Geschichten, die mein Kopf mir erzählt während ich Schlafe?

Die Hoffnung ist mit dieser Blogreihe einen Schritt nach Hinten machen zu können und das Gesamtbild zu betrachten. Ich lade euch ein gemeinsam mit mir auf das zu Blicken, was wie eine zweite Realität über mir hängt.
Willkommen, in der Sicht von Unten.

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PRINNY
MÜNCHEN, DEUTSCHLAND

Mein Name ist Matthias Regge aka. Prinny. Ich schreibe über Videospiele und bizarre Dinge, die sich in meinem Kopf abspielen.

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